Und dann wird man plötzlich mit den «Auswanderern» verglichen…

Eigentlich schaue ich selten bis nie fern. Und noch seltener schaue ich Serien wie «Die Auswanderer». Aber gerade in den letzten Tagen vor meiner Abreise nach Hong Kong bin ich sehr oft auf die Serie angesprochen worden.

Angekommen in Hong Kong. Bald ist wieder Chinese New Year!

Fragen wie «Hast Du denn eine Wohnung?» oder «Weisst Du was Du arbeiten wirst?» waren an der Tagesordnung. Hier zeigt sich dann definitiv wie gut solche „Dokumentationen“ im TV sind. Oder vielleicht bin ich halt auch nur etwas vorsichtiger als die paar wenigen Fälle, die jeweils im Fernsehen gezeigt werden. Eine gute Planung ist eine Voraussetzung fürs auswandern. Vor allem wenn man wie wir, mit einem Baby auswandern will. Da wären solche Experimente schlicht nur dumm. 

  • Weiss ich wo ich wohnen werde?
  • Weiss ich wo ich arbeiten werde?
  • Verstehe ich die Landessprache?
  • Kenne ich die Mentalität meiner neuen Heimat?

Wenn man eine dieser elementaren Fragen nicht mit «Ja» beantworten kann, so sollte man sich fragen, ob man ernsthaft in dieses Land auswandern will. Ist man Single oder hat keine Verpflichtungen, so kann die Frage nach der Arbeit natürlich auch vor Ort geklärt werden. Zumindest die Landessprache sollte man aber verstehen, soll das Auswandern nicht zum Desaster werden.

Ebenfalls muss man sich auch bewusst sein, dass niemand auf den Einwanderer aus der reichen Schweiz warten wird. Niemand wird sich dir anpassen und will man die andere Mentaliät nicht annehmen oder zumindest akzeptieren, so sollte man besser da bleiben wo man ist. Schliesslich sind wir Schweizer / Europäer doch gerade jene, die von Einwanderern grösstmögliche Flexibilität verlangen. Pegida lässt grüssen.

Also… Wie so oft ist auch beim Auswandern eine gute Vorbereitung fast alles. Ich hatte das grosse Glück, dass ich von der Schweiz aus eine Arbeit im Ausland angeboten erhalten habe. Das machte vieles einfacher. Denn andere Stolpersteine gibts noch genügend.

Kommentar verfassen