Und dann lernen wir alle Chinesisch. Nur welches?

In meinem Blog habe ich bereits einmal gepostet, wie man jede Sprache in weniger als einem Jahr lernen kann. Man braucht nur Zeit, Wille und vor allem muss die Sprache relevant sein. Vor allem das letzte wird auf mich in den kommenden Jahren stark zutreffen. Mit meinem geplanten Wegzug nach Hong Kong werde ich sprachlich wohl ziemlich gefordert.

Bis Ende der Neunzigerjahre gehörte Hong Kong als Kronkolonie zu Grossbritannien. Die offizielle Landessprache war deshalb Englisch. Die meisten Leute sprechen auch heute noch sehr gut Englisch. In den letzten 17 Jahren hat sich jedoch einiges geändert. Neben Englisch ist Chinesisch die zweite offizielle Landessprache geworden. Doch ist „Chinesisch“ im „Basic Law“ von Hong Kong nicht näher definiert. Und so wird die in Hong Kong weit verbreitete Kantonesische Sprache sowie auch das Hochchinesisch als eine Amtssprache Hong Kongs in zwei Varianten betrachtet.

Chinesische Dialekte sind so vielfältig und verschieden, wie wir uns dies in der viersprachigen Schweiz nur erahnen können. Lange sprechen nicht alle Chinesen das Hochchinesisch, welches heute meist als Pu Tong Hua bezeichnet wird.

Die beiden Sprach-Varianten sind sich ungefähr gleich ähnlich wie Englisch und Deutsch. Die Zeichen sind oftmals die gleichen, wobei sich Kantonesisch an der traditionellen, komplexeren Schrift orientiert, während wir in den Sprachschulen in der Schweiz praktisch nur noch die vereinfachte Schreibweise lernen. Diese reicht in der Volksrepublik aus.

Also stellen sich für mich viele Fragen. Verbessere ich meine Kenntnisse in Pu Tong Hua? Oder soll ich Kantonesisch lernen? Welche Sprache lerne ich meinem Sohn, der die ersten Jahre seines Lebens wohl in den Schulen Hong Kongs verbringen wird? Noch habe ich mich nicht entschieden.

Wer einen Vergleich der beiden Sprachen hören möchte (und etwas englisch versteht) dem empfehle ich das nachfolgende YouTube Video. Schon nach wenigen Minuten wird klar… Ich werde mich wohl zu Beginn für eine Sprache entscheiden müssen. Sonst könnte alles ein wenig zu komplex werden. Oder wie sind Eure Erfahrungen?

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