Social Networking funktioniert

Diese Geschichte habe ich soeben auf SF.tv gefunden. Und sie zeigt deutlich, dass Social Networking durchaus funktionieren kann. Wenn richtig eingesetzt selbstverständlich.


Seit vier Jahren werden Musikfans auf den britischen Inseln mit einer inzwischen legendären Weihnachtshitparade auf das Fest der Liebe eingestimmt. Kampf dem Einheitsbrei Einziger Wermutstropfen: Man weiss zumeist schon vorher, wer der weihnachtliche Sieger sein wird. In der Regel ist es der Sieger der Casting-Show «The X Factor». Im laufenden Jahr freute sich entsprechend der 18-jährige X-Factor-Sieger Joe McElderry mit seinem Song «The Climb». Der juvenile Sänger samt X-Factor-Juroren hatten aber dieses Jahr die Rechnung ohne das Ehepaar Jon und Tracy Morter gemacht. Den beiden Musikliebhabern ging der alljährliche Einheitsbrei auf die Nerven.

Um dem Zuckerwatten-Song des X-Factor-Siegers etwas entgegen zu halten, gründeten sie kurzerhand die Facebook-Gruppe «Rage Against the X-Factor». Sie baten die Mitglieder statt McElderrys Song das 17 Jahre alte Lied «Killing in the Name» der US-Rockgruppe «Rage Against the Machine» herunter zu laden und damit für neuen Wind in der Pole-Position der Weihnachtshitparade zu sorgen.

Mehr als 950’000 User folgten dem Ruf, schlossen sich der Gruppe an und portierten den Song der «Rage Against the Machine» auf den ersten Platz der Weihnachtshitparade. Simon Cowell, Chefjuror bei X-Factor, bezeichnete die Kampagne des Ehepaars zwar als Kampagne des «Hass-Mob», kam aber dennoch nicht umhin, den Siegern zu gratulieren. «The Climb» seines Schützlings McElderry lag satte 50’000 Verkäufe dahinter. Mehr Freude herrschte auf der Seite der Gewinner. Kampagnen-Führer Morter zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Es zeige, wer «Social Networking auf richtigem Weg nutzt, kann alles schaffen.»

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