Gibt es privates Social Networking?

Immer wieder ist dieses Thema zurzeit in der Presse zu lesen. Gibt es überhaupt noch privates Social Networking? In der Folge 3 vom Brouhaha Podcast haben Podpimp Alexander Wunschel und Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach dieses Thema anhand der Geschichte eines Twitter Benutzers analysiert.

Die Story:

Ein leitender Angestellter einer PR-Agentur ist auf dem Weg zu dem Kunden FedEx. Im Hotel in Memphis hat er Probleme beim Einchecken und setzt folgenden missverständlichen Tweet ab:

„True confession but I’m in one of those towns where I scratch my head and say “I would die if I had to live here!“

Die volle Geschichte gibt es auf www.brouhaha.de

Die Geschichte zeigt einmal mehr, dass es kaum mehr privates Networking gibt. Immer entsteht automatisch auch eine Schnittstelle zum geschäftlichen Umfeld. So muss man doch jederzeit damit rechnen, dass der Chef deine privaten Postings bei Twitter mitliest, und die Arbeitskollegen deinen Facebook Aktivitäten verfolgen und die Urlaubsfotos kommentieren. Ja, selbst Schutzmechanismen wie das „private Profil“ verlieren in dieser Problematik an Bedeutung. Denn stell Dir vor, der CEO deiner Firma will dich bei Twitter followen, also als Freund hinzufügen? Ignorierst Du diese Anfrage einfach? Was ist da das kleinere Übel?

Wir müssen uns der Gefahr bewusst sein. Wir müssen vielleicht noch lernen, dass auch im Internet steht’s jede Aussage überdacht sein sollte. Eigentlich genau gleich wie wir das beim klassischen Networking „unter ganz normalen Menschen“ an der Bar oder bei einem Meeting auch tun. Es ist sicherlich der falsche Weg sich selber einzureden, dass man immer von jemandem beobachtet wird. Die Panikmache mancher Medien bringt hier sicherlich nichts.

Wir müssen lernen uns auch im Internet gesittet zu verhalten, so wie wir das in unserem täglichen Umfeld auch normalerweise tun. Etwas gesunder Menschenverstand, und so kann das gefährliche Social Networking zur Chance für uns alle werden.

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