Und wieder ist Winterzeit!

Tja, diesen Sonntag war es also wieder einmal so weit. Alle Uhren mussten eine Stunde nach vorne gestellt werden? Oder war es doch ein Zurückstellen der Uhr um eine Stunde? Genau! Eigentlich erstaunlich, oder? Immer wieder haben wir Menschen doch das gleiche Problem. Zweimal im Jahr wissen wir bestimmt nicht mehr, wie spät es ist.

Doch warum stellen wir eigentlich überhaupt die Zeit um? Ehrlich gesagt, ich wusste es auch nicht. So habe ich mich wieder einmal bei Wikipedia schlau gemacht. Und siehe da, hier findet sich die „gekürzte“ Lösung.

Der offizielle Ausdruck „Normalzeit“ wird umgangssprachlich auch als Winterzeit bezeichnet. Deshalb stellt eigentlich nur die Sommerzeit ihrer Verschiebung zur normalen Zeit eine Besonderheit dar. Die Idee einer Zeitumstellung wurde erstmals im Jahre 1784 von Benjamin Franklin in einem Brief an die Herausgeber einer Pariser Zeitschrift erwähnt. Angesichts des humorvollen Charakters des Textes ist allerdings nicht klar, ob es sich um einen ernsthaften Vorschlag Franklins handelte.

Es ist wieder Winterzeit

Wirklich ernsthaft wurde die Idee erstmals im Jahre 1907 von William Willett vorgeschlagen. Dieser konnte die britische Regierung jedoch nicht zur Einführung der Sommerzeit bewegen.

Eingeführt wurde die Zeitumstellung erstmals 1916 in Irland. Die Bezeichnung, die man dort für die Zeitumstellung fand, „Daylight Saving Time“ (wörtl. übersetzt: „tageslichtsparende Zeit“), beschreibt den Zweck, nämlich die Stundenzahl mit nutzbarem Tageslicht zu vergrössern. Tatsächlich stellte jedoch Deutschland am 30. April 1916, noch vor Irland, als erstes Land der Welt zum ersten Mal die Zeit um.

In der Schweiz galt in den Jahren 1941 und 1942 die Sommerzeit von Anfang Mai bis Anfang Oktober. Nach einer öffentlichen Debatte Ende der 70er Jahre wollte man die Sommerzeit eigentlich auch nicht wieder einführen, da die Schweiz aber im Sommer 1980 eine „MEZ-Zeitinsel“ inmitten sommerzeitführender Länder geblieben war, entschloss man sich 1981 gezwungenermassen, die Sommerzeitregelung der Nachbarstaaten zu übernehmen, um das im Vorjahr entstandene bilaterale Zeitchaos z. B. auf Fahrplänen zu beseitigen.

Seit 1981 gilt daher auch in der Schweiz die gleiche Sommerzeitregelung wie in ihren Nachbarstaaten: von 1981 bis 1995 Ende März bis Ende September, seit 1996 Ende März bis Ende Oktober, mit Umstellung jeweils Sonntag um 2 Uhr MEZ.

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